Auf Gipfeln und durch Täler - Ausgabe 5
Was ich vom Agile Forum mitnehme
Vor kurzem saß ich samstags mit drei Frauen zusammen, die ich vorher nicht kannte, und habe mit dem Gefühl meinen Rechner heruntergefahren, dass genau solche Gespräche häufiger stattfinden sollten.
Beim Agile Forum hatte ich die Gelegenheit, gemeinsam mit Megan (Smith) Johnston, Simina Fodor und Yonelly Gutierrez über Agile Leadership, Frauen in Führung und persönliche Erfahrungen zu sprechen. Eingeladen hat mich Magda Scrobota – dafür ein herzliches Dankeschön. 💜
Was ich besonders toll fand: Die Fragen waren nicht theoretisch. Sie zielten auf das, was wirklich zählt – wie wir führen, wie wir unsere Stimme einbringen, und was uns dabei manchmal noch zurückhält. Ich teile sie hier mit meinen vollständigen Antworten.
Was bedeutet Agile für mich?
Agile bedeutet für mich vor allem eines: flexibel auf Veränderungen zu reagieren und dabei den Menschen in den Mittelpunkt stellen.
In einem früheren Unternehmen habe ich eng mit Projektmanagern zusammengearbeitet und erlebt, wie Teams durch Agile nicht nur effizienter, sondern auch lernfähiger werden. Sie haben aufgehört, auf Perfektion zu warten, und angefangen, sich anzupassen.
Am Ende geht es nicht um Methoden oder Tools. Es geht um Menschen, Zusammenarbeit und das Vertrauen, dass Verbesserung möglich ist – Schritt für Schritt.
Wie unterstütze ich Frauen, ihre Stimme einzubringen?
Der erste Schritt ist oft der schwerste: die eigenen Stärken überhaupt zu sehen.
Ich helfe Frauen, zu erkennen, was sie einzigartig in ein Team einbringen und dann auch dazu zu stehen. Das bedeutet konkret: Erfolge feiern statt klein reden, bei Fehlern freundlich mit sich selbst umgehen und den Perfektionismus loslassen, der so viele gute Ideen im Keim erstickt.
Ich denke an eine Frau, die in Meetings regelmäßig schwieg weil sie fürchtete, nicht gut genug zu klingen bzw. ihre Ideen nicht schlau genug sind. Durch kleine, bewusste Schritte hat sie angefangen, ihre Perspektive einzubringen. Ihr Vorschlag in einem kritischen Meeting hat das Team in eine Richtung gelenkt, an die vorher niemand gedacht hatte. Einfach nur weil sie sich endlich erlaubt hat, die zu sein, die sie schon immer war.
Herausforderungen in der Führung meistern
Als ich neu in einer Führungsrolle war und gleichzeitig einen komplexen Lagerumzug in die Niederlande mitverantwortet habe, wurde schnell klar: Es würde nicht reibungslos laufen.
Das Management sagte mir früh: „Keine Sorge, am Anfang läuft nicht alles perfekt.” Gut gemeint, aber ich wusste, dass wir uns das in dieser Situation schlicht nicht leisten konnten. Die Erwartungen von außen waren hoch, das Team noch nicht eingespielt, die Prozesse unklar.
Was mir geholfen hat: Beharrlichkeit, klare Kommunikation und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, auch wenn ich noch nicht alle Antworten hatte. Ich habe gelernt, dass Führung bedeutet, dass ich nicht alles wissen muss, sondern das Team mit einzubeziehen, während man gemeinsam herausfindet, wie es geht.
Vorurteilen begegnen und trotzdem wirksam führen
Eine meiner wichtigsten Strategien: klare Grenzen setzen.
Das klingt simpel, ist aber für viele Frauen eine echte Übung. Ich zeige offen, was ich übernehmen kann und was nicht. Das schafft Fokus und Klarheit für alle Beteiligten.
Ich ermutige andere Frauen, dasselbe zu tun: Stärken benennen, sich Gehör verschaffen, nicht überlasten. Grenzen sind das Fundament, auf dem selbstbewusste, authentische Führung entsteht.
Mein Rat an Frauen, die Einfluss aufbauen wollen
Drei Dinge, die ich immer wieder erlebe und die wirklich wirken:
- Fokussiere dich auf deine Stärken. Nicht auf das, was du noch nicht kannst.
- Teile deine Erfolge offen. Downplay sie nicht.
- Baue echte Beziehungen auf. Höre zu, unterstütze andere und sei wirklich präsent.
Das Gespräch beim Agile Forum hat mich daran erinnert, warum mir dieses Thema so am Herzen liegt. Es geht nicht darum, Frauen zu “fixen”, denn sie sind nicht das Problem. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen ihre Stimmen wirklich gehört werden.
Mehr Einblicke und Unterstützung
Wenn du beim Lesen merkst, dass dich eines dieser Themen besonders anspricht: In meinem 1:1-Programm Gipfelstürmerin unterstütze ich Frauen dabei, ihre eigene Stimme zu finden, Grenzen zu setzen, mutige Entscheidungen zu treffen und ihre Energie zurückzugewinnen. 💜
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