Auf Gipfeln und durch Täler - Ausgabe 3
Zwischen Erwartungen und eigenen Wünschen
In meinem letzten Beitrag (Link zum Blog) habe ich geschrieben, wie du dich zwischen Erwartungen und eigenen Wünschen wiederfindest und was passiert, wenn du den Erwartungen der anderen folgst.
Im heutigen Blog geht es darum, wie du merkst, dass dein Engagement, dein ständiges „Für andere da sein“ oder dein Aktivsein, dich innerlich auslaugt und wie du Schritt für Schritt erkennst, was du wirklich willst.
Das hier ist meine Geschichte und ich erzähle sie in der Du-Form.
Muster erkennen: Welche Verhaltensweisen halten mich im Außen gefangen?
Du bist im Büro. Deinen Rechner hast du gerade heruntergefahren. Du ziehst gerade deine Jacke an, um in den Feierabend zu gehen, da kommt der Sales Head und hat noch eine kleine Bitte an dich. Du denkst: „Der Mann ist wichtig und es ist ja nur eine kleine Bitte, die kann ich nicht abschlagen.“ Also sagst du „Ja“ und ärgerst dich schon bei dem Satz, weil du eigentlich mit deiner Freundin verabredet bist. Du fährst deinen Rechner wieder hoch, lächelst und machst Small Talk, als wäre nichts; innerlich brodelst du. Später beim Treffen mit deiner Freundin bist du immer noch genervt und kannst den Abend nicht richtig genießen.
Oder: In einem Meeting werden Aufgaben verteilt. Keiner meldet sich. Du spürst dieses kleine, nagende Schuldgefühl: „Einer muss es ja machen.“ Also meldest du dich, obwohl du innerlich keine Energie dafür hast. Du machst es trotzdem. Dieses Muster wiederholt sich immer wieder. Dieses Muster, dich nach den äußeren Erwartungen zu richten, statt deine eigenen Grenzen zu spüren, zieht dich unbemerkt nach außen, in Rollen, die nicht deine eigenen sind.
So merkst du, dass du dich zu sehr anpasst
Du fühlst dich oft:
- frustriert oder genervt
- müde, noch bevor der Tag vorbei ist
- innerlich unruhig, angespannt oder gehetzt
- unsicher, ob du deine eigenen Prioritäten überhaupt wahrnimmst
Das sind Signale deines Körpers und deiner Psyche, dass du dich zu sehr nach außen richtest, dass du andere wichtiger nimmst als dich selbst.
Reflexion für dich
Hast du dich in manchen Zeilen wiedererkannt? Dann lade ich dich ein, dir ein paar Fragen für mehr Selbstbestimmung zu stellen:
- Welche Personen oder Rollen in deinem Umfeld lösen bei dir das Bedürfnis aus, dich übermäßig anzupassen?
- Welche kleine Veränderung kannst du heute ausprobieren, um mehr Selbstbestimmung in solchen Situationen zu spüren?
Wenn du spürst, dass dich Muster der Anpassung auslaugen, begleite ich dich gern darin, wieder klar zu dir selbst zu finden.
Schritt für Schritt in die eigene Führung
Innere Führung beginnt damit, sich selbst ernst zu nehmen. Es beginnt damit, die eigenen Gefühle wahrzunehmen, die eigene Zeit zu respektieren und zu spüren: „Ich bin wichtig, meine Grenzen zählen.“
Es ist unglaublich befreiend, sich selbst ernst zu nehmen. Plötzlich merkst du, wie leicht Entscheidungen fallen, wie viel Energie zurückkommt und wie klar dein Blick auf das eigene Leben wird.
Wenn du Lust hast, regelmäßig Impulse zu Selbstführung, Klarheit und mutigen Entscheidungen zu erhalten und tiefer in deine eigenen Muster zu schauen trage dich in meinen Newsletter ein (Link) oder folge mir auf LinkedIn (Link).